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23. September 1726

Ein Funke. Ein Inferno. Ein Neuanfang.

Der Brand

In der Nacht des 23. September 1726 bricht im Haus des Schusters Dürr in der Reutlinger Altstadt ein Feuer aus. Eine brennende Kerze fällt durch eine Spalte im Dielenboden in das vollgefüllte Heulager der Scheune – der Funke entzündet eine Katastrophe, die die freie Reichsstadt für immer verändern wird.

„Der drei Tage lang wütende Brand vernichtet vier Fünftel der Wohnhäuser, fast alle öffentlichen Gebäude und macht 1200 Familien obdachlos." Stadt Reutlingen – Stadtgeschichte

Begünstigt durch Trockenheit, dichte Bebauung und den nächtlichen Wind breitet sich das Feuer innerhalb von Stunden über die gesamte Stadt aus. Die Löschversuche scheitern. Was bleibt, sind Asche, Schulden und der Wille zum Wiederaufbau.

Jahrzehntelang zeugten die rötlich verfärbten Sandsteine in der Stadtmauer von der Intensität des Feuers. Reutlingen wurde wieder aufgebaut – bescheidener, sparsamer, aber mit einem neuen Selbstverständnis, das die Stadt bis heute prägt.

Gedenken 2026

300 Jahre nach dem großen Stadtbrand erinnert Reutlingen das gesamte Jahr 2026 an dieses stadtprägende Ereignis. Unter dem Motto „Reutlingen brennt" finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt – organisiert von der Stadt, dem Kulturamt, der Feuerwehr und vielen weiteren Akteuren.

Stadtführungen, Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und Aktionen laden dazu ein, Geschichte zu erleben und zugleich an die bleibende Bedeutung von Brandschutz und Gemeinschaft zu erinnern. Denn Feuer bleibt eine reale Gefahr – und nur gemeinsam können wir ihr wirkungsvoll begegnen.

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